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Der Sensenbaum ist der Stiel der Sense und verbindet deine Hände mit dem Sensenblatt. Er bestimmt wesentlich, wie leicht sich die Sense führen lässt und ob du aufrecht und ermüdungsarm mähen kannst. Ein scharfes Blatt allein genügt nicht – ohne einen passenden, richtig dimensionierten Sensenbaum ist leichtes Mähen kaum möglich.
In diesem Kapitel geben wir dir einen Überblick über Aufbau, Formen und die richtige Länge des Sensenbaumes und zeigen dir, worauf du bei der Auswahl achten solltest.
Der Sensenbaum wird im deutschsprachigen Raum häufig auch Worb genannt. Daneben gibt es zahlreiche regionale Bezeichnungen. Ein Sensenbaum besteht im Wesentlichen aus:
Die heute gebräuchlichste Form ist der zweigriffige Sensenbaum: Der Handgriff für die linke Hand sitzt am oberen Ende, der Handgriff für die rechte Hand etwa in der Mitte des Baumes. Daneben gibt es eingriffige Sensenbäume mit nur einem Mittelgriff.
Der untere Teil des Sensenbaumes wird Hammenteil genannt. Hier wird die Hamme des Sensenblattes befestigt. Am Hammenteil findest du:
Das Warzenloch kann bereits vorhanden sein oder muss mit einem Stechbeitel ausgestemmt werden. Seine Abmessungen sind begrenzt: es soll so groß sein, dass die Warze hineinpasst, sich beim Festziehen des Sensenringes aber noch in das Holz drücken kann.
Im Handel sind Sensenbäume aus Holz, Metall und Aluminium erhältlich. Zusätzlich wird zwischen geraden und geschwungenen Baumformen unterschieden.
Bei Holzsensenbäumen wird häufig von einer Krücke gesprochen. Damit ist der nach oben gezogene Teil des Baumes gemeint, an dem der Griff für die rechte Hand befestigt ist. Man unterscheidet zum Beispiel:
Leichtes, aufrechtes Mähen wird von Sensenbäumen mit hoher oder halbhoher Krücke begünstigt, weil der Griff für die rechte Hand höher liegt und du weniger geneigt arbeiten musst.
Die im Handel erhältlichen Sensenbäume bewegen sich in der Regel in einem Längenbereich von etwa 140 cm bis 165 cm. Innerhalb dieses Bereichs musst du die passende Länge zu deiner Körpergröße finden.
Die richtige Länge des Sensenbaumes ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine aufrechte, rückenschonende Arbeitshaltung.
Eine einfache Orientierung bietet folgende Faustregel:
Ideale Sensenbaumlänge = deine Körpergröße minus 25 cm.
Beispiel: Bei einer Körpergröße von 175 cm ergibt sich eine ideale Sensenbaumlänge von etwa 150 cm.
Diese Länge hat sich als Anhaltspunkt bewährt, damit du mit aufrechter Haltung mähen kannst, ohne dich zu sehr nach vorne beugen zu müssen.
Zusätzlich zur Faustregel kannst du die passende Länge durch einen einfachen Größenvergleich überprüfen:
Ist der Sensenbaum deutlich kürzer, zwingt er dich beim Mähen zu einer gebeugten Körperhaltung. Ist er deutlich länger, lässt sich die Sense schwerer führen und wirkt „unhandlich“.
Ein zu kurzer Sensenbaum hat unmittelbare Folgen:
Mit einem zur Körpergröße passenden Sensenbaum kannst du weitgehend aufrecht stehen. In Verbindung mit richtig eingestellten Griffen entsteht eine entspannte Körperhaltung und ein ruhiger Mähschwung.
Bei Sensenbäumen wird zwischen eingriffigen und zweigriffigen Ausführungen unterschieden:
Im deutschsprachigen Raum sind überwiegend zweigriffige Sensenbäume im Gebrauch. In anderen Regionen wird teilweise mit Sensenbäumen gearbeitet, die nur einen Mittelgriff haben.
Die Platzierung und Form der Griffe unterscheidet sich je nach Bauart und Region, besonders beim Griff für die rechte Hand:
Unabhängig von der Richtung gilt:
Wie die Griffe im Einzelnen für deine Körpergröße eingestellt werden, behandeln wir ausführlich im Kapitel „Die Sense richtig einstellen“.
Für den Einstieg kannst du dir folgende Punkte merken:
Im nächsten Kapitel widmen wir uns dem richtigen Einstellen der Sense. Dort erfährst du, wie Sensenblatt und Sensenbaum mit Hilfe des Sensenringes zusammengeführt werden, wie du die Blattstellung anpasst und wie du die Griffe so einstellst, dass eine aufrechte, kraftsparende Mähhaltung möglich wird.