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Eine Sense mäht nur dann leicht, wenn die Schneide wirklich scharf ist. Neben der richtigen Einstellung und einem passenden Sensenblatt ist die Schärfe der wichtigste Faktor für leichtes Mähen.
Beim Schärfen der Sense unterscheiden wir zwei Arbeitsschritte:
In diesem Kapitel geht es darum, den Unterschied zwischen Dengeln und Wetzen zu verstehen, die notwendigen Werkzeuge kennenzulernen und einen einfachen Einstieg in die praktische Anwendung zu bekommen.
Beim Mähen wird die Schneide der Sense ständig belastet: feine Erdpartikel, Härchen am Halm, gelegentliche Berührungen mit dem Boden oder kleinen Steinen stumpfen die Schneide allmählich ab. Dazu kommen kleine Verformungen und Mikroschäden an der Schneidkante.
Damit die Sense trotzdem leicht schneidet, braucht sie:
Wetzen allein genügt auf Dauer nicht. Ist die Schneidzone zu dick geworden oder stärker beschädigt, muss die Schneide durch Dengeln wieder aufgebaut werden.
Beim Wetzen wird die Schneide mit einem Wetzstein abgezogen. Dabei wird nur wenig Material abgetragen; es geht vor allem darum, kleine Verformungen zu richten und die Schneidkante wieder „aufzustellen“.
Das Wetzen:
Beim Dengeln wird die Schneidzone des Blattes kalt ausgeschmiedet. Die dünne Schneidleiste wird aus dem dickeren Material herausgearbeitet. Dabei wird der Randbereich gleichzeitig etwas verfestigt.
Das Dengeln:
Mit einem gut gedengelten Blatt genügt während des Mähens das regelmäßige Wetzen, um die Schärfe zu halten.
Der Wetzstein ist das wichtigste Werkzeug für die laufende Schärfe. Er sollte:
Im Wetzsteinköcher wird der Stein in Wasser aufbewahrt. Der Köcher wird beim Mähen am Gürtel oder Hosenbund getragen. So ist der Stein jederzeit erreichbar, ohne die Sense weit weglegen zu müssen.
Für das Dengeln werden in der klassischen Ausführung verwendet:
Die Schneide wird in mehreren Gängen über den Amboss geführt und mit gleichmäßigen Schlägen ausgedünnt. Die genaue Schlagtechnik und die Aufteilung in Dengelgänge sind Thema einer eigenen Anleitung.
Als Alternative zur Arbeit mit Hammer und Amboss gibt es Dengelapparate (Schlagdengelapparate). Hier führt das Gerät die Schläge, während du das Blatt Schritt für Schritt weiterbewegst.
Ein gut eingestellter Dengelapparat kann für Einsteiger eine Hilfe sein, um eine gleichmäßige, reproduzierbare Schneidzone herzustellen. Auch hier gilt: sorgfältiges Arbeiten und ruhiges, gleichmäßiges Führen des Blattes sind wichtiger als Geschwindigkeit.
Als grobe Orientierung kannst du dir merken:
In der Praxis bedeutet das:
Nach deutlicher Berührung mit dem Boden, Steinen oder anderen harten Gegenständen solltest du ebenfalls nachwetzen und – falls nötig – die Schneide später beim Dengeln nacharbeiten.
Zum Wetzen wählst du eine sichere, stabile Haltung:
Wichtig ist, dass du dich nicht über die Schneide beugst und dass du sicher stehst. Vermeide hektische Bewegungen.
Die genaue Wetztechnik kann je nach Region und persönlicher Gewohnheit etwas variieren. Grundsätzlich geht es darum, den Wetzstein in einem flachen Winkel an der Schneide zu führen, ohne „auf“ der Schneidkante zu schleifen.
Ein möglicher Ablauf: